20. Cyclassics und die Jedermänner und –frauen

Auch ich war mal dabei, so als Aktiver bei den Cyclassics und habe dann aber auch recht bald die Lust an der aktiven Teilnahme verloren. Aber viele sind von Anfang an dabei und finden es immer noch toll. Und es war auch toll, gutes Wetter und eine abgesperrte freie Strecke. Was will man als sportlicher Radfahrer mehr. Außerdem, zehntausende können nicht irren. Das muss man als Funktionär einfach akzeptieren.

Rund um die Binnenalster

Young- und Specialclassics

Die letzte Etappe der Youngclassics findet am Tag vor den Cyclassics statt. Und das auch schon zum 10.Mal. Es sollten 35 Runden um die Binnenalster gefahren werden. Mein Auto hatte ich an den Deichtorhallen abgestellt. Das ist insofern erwähnenswert, weil noch 2 Fahrzeuge auf der Strecke standen und die Abschleppwagen nicht so richtig durch den Verkehr kamen. Dafür musste ich ein wenig zu Fuß gehen und konnte so nebenbei, die Vorbereitungen für die Hauptveranstaltung, die Vattenfall Cyclassics, zur Kenntnis nehmen. Die U17-Fahrer wurden mit Verspätung auf die Strecke geschickt und das Rennen auf 30 Runden verkürzt.

Deichklassiks, die RTF vor dem Weltcup

Der RV Altona hat die ehemalige RTF „Vor dem Weltcup“ übernommen und leicht abgewandelt, d.h. insbesondere einen anderen Startort gewählt. Die Ursprungs-RTF war eine Gemeinschaftsveranstaltung unter dem Dach des RVH. Damals hieß der zuständige Koordinator noch RTF-Fachwart. Das war damals Rolf Titel, unser langjähriger 1.Vorsitzender bei Endspurt. Lang ist es her, aber die 20 Jahre von den Cyclassics erreicht diese RTF nicht ganz. Auch der Name „2.Deichklassiks“ deutet auf einen gewissen Bruch, eine geänderte Sichtweise hin. Die Deichklassiks haben aber ältere Wurzeln als “2.“ vermuten lässt. Das interessiert einen ja normalerweise nicht, aber wenn die Cyclassics 20 werden, dann denkt man über sowas nach. Mal sehen, vielleicht habe ich im Winter ja mal Zeit und Lust genau zu forschen, wie und wann das alles genau war.

Youngclassics: Tour de France - Gefühle rund um Otter

Die Tour de France ist ein Etappenrennen quer durch Frankreich. Als Radtourist, der im Fernsehen dazu Bilder von Schlössern und die Rezepte der Region serviert bekommt, kann man das auch als erweiterte Wanderfahrt verstehen. Es geht um diese Erweiterungen, die bei der Tour dazukommen, also die Begleitfahrzeuge. Sowas sieht man bei uns, bei einem Radrennen, nicht allzu oft. Die Rennkurse sind einfach zu kurz. Aber in und um Otter, das liegt kurz hinter Buchholz, dann in Tostedt links abbiegen und man ist da, geht das. Jedenfalls wenn die Youngclassics, einem international besetzten Radrennen für U17-Mannschaften, kurz vor den Cyclassics zu Gast sind.  

Der Sieger aus Dänemark (von hinten) hat zwei Trikots bekommen, das grüne und das gelbe. Die Team-Kollegen freuen sich.

20 Jahre Cyclassics

Als es losging, vor 20 Jahren, mit der Kombination aus Jedermann- und Profiradrennen in Hamburg, hieß der städtische Stromversorger noch HEW und hatte das Netzmonopol. Die Energie wurde aus Kohle und Kernen gemacht. 2002 war es damit vorbei, mit der HEW. Die Stadt Hamburg verkaufte die HEW an Vattenfall und aus der HEW-Cyclassics wurden die Vattenfall Cyclassics. Inzwischen wird Strom aus Wind und Sonne gewonnen und irgendwie fließt es nicht mehr so gut, mit den Gewinnen bei Vattenfall. Für den Strom zahlen wir trotzdem immer ein wenig mehr. Wo fließt sie nur, die Energie und es, unser Geld? Und gibt es nächstes Jahr noch die Cyclassics? Seit 2014 ist Upsolut, Lagardère. Sonst ändert sich nichts? Fragen über Fragen. Wer Antworten dazu erwartet, braucht hier nicht mehr weiterzulesen.

Etwas schräg

Von der Tour auf dem Marschbahndamm (insgesamt gut 50 km / 8 TeilnehmerInnen)

Passt schon! Also die Überschrift. Wenn es mir gelungen wäre, die Kamera gerade auszurichten, wäre der Titel wohl auch etwas rechtwinkliger geworden. Es passte schon, auch wenn die Teilnehmerschar gemischt zusammengesetzt war, auch wenn einige Wetterberichte schlimmes prophezeiten. Es war praktisch die ganze Tour über trocken, windstill, bei angenehmer Temperatur. Der Marschbahndamm ist flach und wenig spektakulär und trotzdem es hat Spaß gemacht! Und fast zum Schluss haben wir uns noch kurz andere schräge Typen auf dem Rad angesehen. Aber man kann zumindest erwägen, ob die Wahrnehmung nicht auch etwas mit der nicht ganz geraden Perspektive eines Radsportfunktionärs zu tun hat.

Erste Klasse

Von der RTF ab Lohbrügge (9.8.2015)

Manfred Schwarz von der BSV wurde unterstützt von einem All-Star-Helferteam, um die RTF ab Lohbrügge zu einen erstklassigen Genuss zu machen. Und auch das Wetter spielte mit. Reichlich Sonne, aber nicht zu warm und auch der Wind hielt sich zurück. Ziemlich genau 500 StarterInnen ließen es sich gut gehen. Manchmal hat man sich sowas auch mal verdient.

Workshop auf der Radrennbahn

Als Freiluftsportler mit dem Bedürfnis nach Auslauf, empfindet man ein Dach ja als Indiz für Käfighaltung. Wenn es dann richtig zu regnen anfängt, besteht immer noch die Möglichkeit, die Meinung zu überdenken. Aber die Radrennbahn ist nicht die Straße und muss geübt werden. Also zur Sicherheit schon mal üben, auch wenn es trocken ist. Das Hamburger Radrennbahn-Team bietet dazu entsprechende Workshops, an. Es stehen sogar einige Bahnräder leihweise zur Verfügung. Aber das war jetzt der letzte Kurs für dieses Jahr. Ab Mitte September verwandelt sich die Radrennbahn wieder in ein Eishockey-Stadion.  

Marschbahndamm

Nur so zu Erinnerung: http://endspurt-hamburg.de/node/2305

 

Ergebnisse Zeitfahren

Wir haben es durchgezogen, unser Zeitfahren. Start und Ziel war am Schützenhaus des Schützenvereins Moorwerder. „Der eingedeichte und dünnbesiedelte Landstrich (Moorwerder) ist westlich der Norderelbe an der Südostspitze der Insel Wilhelmsburg gelegen“ Das habe ich so bei Wikipedia abgeschrieben, damit beim nächsten Mal mehr den Weg finden. In der nächsten Woche ist übrigens Schützenfest. Ich wünsche den Kollegen mindestens so gutes Wetter, wie wir es zum Zeitfahren hatten: Sonne und nicht zu warm. Die ZeitfahrerInnen hätten sich etwas weniger Wind gewünscht, aber irgendetwas ist ja immer.

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